Wochenbett und Stillzeit

Das Baby ist da – wie geht es weiter?

Die Hebamme betreut Sie auch im Wochenbett

Die Geburt ist vorbei, das Baby ist da! Die ersten 6 Wochen des Wochenbetts sind eine Zeit von enormer Veränderung, Um- und Neuorientierung. Auch dann ist die Betreuung durch Ihre Hebamme Gesundheitsvorsorge im besten Sinne.

Als Mutter stellen Sie fest, dass sich Ihr Körper verändert hat, und an der ein oder anderen Stelle wird es auch noch wehtun. Und so süß das Baby auch ist: Als Eltern müssen Sie dem neuen Familienmitglied erst mal vertraut werden. In dieser Phase tauchen viele Fragen und Unsicherheiten auf. Ihre Hebamme unterstützt Sie beim Anlegen und Stillen, sie zeigt Ihnen, wie der Nabel des Babys gepflegt werden muss und wie Sie das Köpfchen am besten halten. Sie untersucht das Neugeborene und seine Entwicklung und hilft Ihnen, sich in Ihrem neuen Leben und mit Ihren neuen Aufgaben zurecht zu finden.

Gerade Erstgebärende schätzen die Gespräche mit ihrer Hebamme: Sie können das Geburtserlebnis aufarbeiten und die neue Dimension der Partnerbeziehung besprechen. Ihre eigene Rolle als Frau in der Beziehung und in der Gesellschaft verändert sich meist radikal. In dieser Phase ist es wichtig, dass Sie eine Vertrauensperson haben, die Sie gut kennt und Ihnen sachlichen und fachlichen Rat geben kann.

Unabhängig davon, ob Sie ambulant geboren haben, noch in der Klinik sind oder schon zu Hause, haben Sie Anspruch auf Unterstützung durch eine Hebamme.

So hilft Ihnen die Hebamme nach der Geburt:

  • Die Hebamme kümmert sich um Nabelkontrolle und Nabelpflege und hilft bei Anpassungsschwierigkeiten des Kindes.
  • Sie überwacht die gesundheitliche Entwicklung und pflegt das Neugeborene.
  • Sie nimmt beim Neugeborenen Blut ab für Screening-Untersuchungen.
  • Sie führt Prophylaxe-Maßnahmen durch.
  • Sie berät bei der Ernährung und Pflege des Neugeborenen.
  • Sie beobachtet die kindliche Entwicklung.
  • Sie hilft beim Anlegen und Stillen sowie bei der Brustpflege.
  • Sie behandelt Milcheinschluss oder Milchstau und berät bei Brustentzündungen.
  • Sie berät die Mutter in allen Fragen zum Stillen.
  • Sie beobachtet den allgemeinen Gesundheitszustand der Mutter.
  • Sie kontrolliert und pflegt die Dammnaht (oder die Kaiserschnitt-Naht).
  • Sie überwacht die Rückbildungsvorgänge.
  • Sie leitet die Wochenbettgymnastik an.
  • Sie erkennt eine postpartale Depression und kann helfen.
  • Sie unterstützt die Entwicklung einer guten Eltern/Kind-Beziehung.
  • Die Hebamme gibt Anleitungen zur Babymassage.
  • Und sie kann mit der Mutter nach der Stillzeit aufbauende Beckenbodengymnastik durchführen.